Über die Veranstalter

Die Tagung "Ältere Verkehrsteilnehmer: Gefährdet oder gefährlich?" wird von der Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zusammen mit der Deutschen Seniorenliga e.V. durchgeführt.

Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) forscht seit über 60 Jahren zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Deutschland und zur Unfallvermeidung. Für dieses Ziel arbeiten die UDV-Fachleute interdisziplinär zusammen.

Die UDV ist ein wichtiger Know-how-Träger und einer der größten Auftraggeber für universitäre und außeruniversitäre Forschung zur Verkehrssicherheit. Sie pflegt den internationalen Austausch mit anderen Institutionen, die in der Verkehrssicherheitsarbeit tätig sind und steht in ständigem Dialog mit der Politik. Damit bekennen sich die deutschen Versicherer ausdrücklich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für die Verkehrssicherheit.

Deutsche Seniorenliga e.V.

Seit 1993 verleiht die Deutsche Seniorenliga e.V. als Interessengemeinschaft und im Verbund mit starken Partnern dem Wunsch älterer Menschen nach sozialer, wirtschaftlicher, kultureller und politischer Partizipation konsequent und richtungweisend eine klare Stimme. Aufgrund des Vereinszwecks, der " […] Entwicklung, Förderung und Verwirklichung von Projekten und Maßnahmen, die dazu bestimmt und geeignet sind, sowohl die individuelle Lebensqualität älterer Menschen als auch deren gesamtgesellschaftliche Anliegen und Optionen als geachtete, gleichberechtigte und selbstbestimmte Mitbürgerinnen und Mitbürger zu wahren, zu stärken und durchzusetzen", ist die Deutsche Seniorenliga seit 1994 als gemeinnützig anerkannt.

Die Deutsche Seniorenliga tritt seit Jahren für die vielschichtigen Interessen älterer Menschen ein. Dabei geht es uns ganz besonders darum, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit ältere Menschen entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen leben, wohnen und arbeiten können und auch bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Pflegebedürftigkeit umfassend versorgt sind.

Unfälle von und mit Senioren – das sagt die Statistik

Auf Basis der Straßenverkehrsunfallstatistik für das Jahr 2011 gibt das Statistische Bundesamt den Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung mit 20,6 Prozent für 2011 an. Mit 11,8 Prozent ist die Unfallbeteiligung Älterer hingegen sehr niedrig. Dabei gilt es laut Statistischem Bundesamt allerdings zu berücksichtigen, dass Senioren seltener als Autofahrer am Straßenverkehr beteiligt sind und die durchschnittliche Fahrleistung pro PKW und Jahr geringer ist als bei jüngeren Altersgruppen.

Anteil der verunglückten Senioren

Der Anteil der verunglückten Senioren betrug 11,5 Prozent, bei den Todesopfern lag ihr Anteil mit 26 Prozent höher. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist das Unfallrisiko von Senioren nur halb so hoch. Da ältere Menschen jedoch überproportional häufig als ungeschützte Fußgänger am Straßenverkehr teilnehmen, ist das Risiko, schwerwiegende Verletzungen zu erleiden, größer als bei jüngeren Menschen.

Art der Verkehrsbeteiligung

Aufgeschlüsselt nach Art der Verkehrsbeteiligung lässt sich feststellen, dass fast die Hälfte der verunglückten Senioren als PKW-Insassen zu Schaden kamen (45,5 Prozent), gefolgt von Radfahrern (28,2 Prozent) und Fußgängern (15,2 Prozent) sowie als Businsassen und sonstigen Verkehrsteilnehmern (5,4 Prozent). Sofern die über 65-jährigen Autofahrer in einen Unfall verwickelt waren, trugen sie in 67 Prozent der Fälle die Hauptschuld. Bei den über 75-Jährigen waren es sogar 76,3 Prozent.

Unfallursachen

Als Unfallursache vermutet das Statistische Bundesamt, dass ältere Menschen in komplexen Situationen schneller den Überblick verlieren als jüngere Verkehrsteilnehmer. Neben Vorfahrtsfehlern gehörten 2011 Probleme mit dem Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Anfahren zu den Hauptgründen für einen von Senioren verursachten Unfall. Dagegen spielten in dieser Altersgruppe Abstandsfehler, falsches Verhalten gegenüber Fußgängern, Geschwindigkeitsübertretungen sowie Alkohol am Steuer nur eine geringe Rolle im Vergleich zu jüngeren Autofahrern.

Fazit

Die Unfallursachen deuten nach Einschätzung des Statistischen Bundesamts somit eher auf altersbedingte Einschränkungen der Wahrnehmungsfähigkeit als auf leichtsinniges Fahrverhalten hin.

Mit 80,2 Prozent die häufigste Unfallursache bei älteren Fußgängern war falsches Verhalten beim Überqueren der Fahrbahn, was auf eine Fehleinschätzung des laufenden Verkehrs hindeutet.

Mehr zum Thema

Verkehrsunfälle. Unfälle von Senioren im Straßenverkehr, Statistisches Bundesamt 2011 (PDF)